Der Tatort: Meine 2 Cent zu „Borowski und das dunkle Netz“ (Kiel)

Vorab: Ich hatte mich sehr auf den Borowski-Tatort gefreut.
Aber das war – alles in allem – leider (mal wieder!) richtig schlecht: erst wird versucht, den unmündigen Zuschauer an das digitale Zeitalter, insbesondere die dunklen Seiten heran zu führen. Natürlich mit der gesamten Sex, Drugs & Rock’n’Roll-Attitüde.
Dann wirds alles zwischen unglaubwürdig und schlecht gemacht – mit dem Höhepunkt der HAL’schen Assoziationsanlehnung.

Schlecht recherchiert, hanebüchen gemacht und schauspielerisch nicht nur nicht überzeugend, sondern.. ja: schlecht!

Ehrlich: wenn es nicht mal mehr der Borowski-Tatort als letzte Bastion der geerdeten, glaubwürdigen Tatorte reisst, weiss ich auch nicht mehr.

Ne 5 für sie Nummer. Schade.

Der Tatort: Meine 2 Cent zu „Nachtsicht“ (Bremen)

So. Hier also mein kleiner Abriss zum heutigen Tatort.

Erstmal bin ich nicht gerade ein großer Fan des Bremer Teams. Es hat ja jetzt ohnehin nur noch eine überschaubare Halbwertzeit, aber ich fand es in den vergangenen Jahren überwiegend äusserst ‚durchschnittlich‘, was aus dem kleinen Bundesland T/tatortseitig so geliefert wurde.

Anders – und entgegengesetzt zu den Rezensionen, die allgemein zu lesen waren- heute: ich fand den Tatort spannend, die Schauspieler auch überdurchschnittlich gut, und auch wenn einige Szenen übertrieben wirkten und sicher die Brutalitätsrate des durchschnittlichen Tatorts etwas heraufgesetzt wurde, war es in sich sehr stimmig und äusserst unterhaltsam!

Weniger eine Tätersuche, das war schon recht schnell klar, als vielmehr eine vielschichtige Mähr um Schuld, Sühne und Loyalität zur Familie im Versuch, alles richtig zu machen und in dem Wissen, es doch gar nicht zu können. Ein Stück Ethik und Moral, diesmal aber nicht schlecht um- und eingesetzt.

Heisst, was meine kleine unbedeutende Benotung angeht: glatte 2. Und die Erkenntnis, dass sich die letzen zwei oder drei Bremer Tatorte vielleicht doch noch lohnen können…

So long..

Der Tatort: Meine 2 Cent zu „Kriegssplitter“

Ab sofort findet ihr hier meine kleine, wöchentliche, äusserst subjektive Rezension zum ARD-Tatort. Im Sinne von RIODI – Read it or delete it. 🙂

So, Zeit für meine 2 Cent:

Aaaalso: eigentlich ganz okay, für einen Schweizer Tatort recht rasant und „modern“! Das Ende sogar überraschend und fast überzeugend. Das haben wir schon deutlich schlechter gesehen…

Aaaber: teils recht unglaubwürdig durch für mich deutliche Logikfehler. Wirkte zwischendrin auch sehr gewollt. Und nicht gekonnt, leider. Die schlechte Synchro dazu…

Da springt von meiner Seite ’ne knappe 3- raus. War schon okay, mehr aber nicht…
Schönen Abend.

#Tatort #ARD

Herr Kind schlägt wieder zu.

Uff. Das ist mal ein Sonntag.

Trotz dem noch nichts verloren ist und man zwar unansehnlich und zuletzt dazu noch glücklos spielte und aus den Aufstiegsrängen erst mal raus ist, ist es zumindest für mich dann dennoch eine echte Überraschung:

Bis zumindest Stand jetzt – ca. 18.50 Uhr – ist Trainer Stendel nach wie vor dabei, es wird über erfahrene Co-Trainer zur Unterstützung spekuliert.

Der eigentliche Paukenschlag aber ist für mich, dass Bader UND Möckel freigestellt und in diesem Zuge (und das kann ja nur schon festgestanden haben! Also ein typischer Kind-Zug..) tatsächlich Horst Heldt als neuer Manager vorgestellt wurde.

Was ich davon halte, weiss ich noch nicht. Aber eine Chance soll ja jeder haben.

Es bleibt spannend. Uff…

(Update ca. 19.02 Uhr: laut Sky Sport News bleibt Stendel Trainer. Vorerst.)

#Hannover96 #Kind #Bader #Heldt #Stendel

2016. Bye.

Und nun ist es schon wieder soweit: das Jahr ist quasi „rum“, und abschließend scheint es den Meisten, die ich kenne, in etwa gleich zu gehen; ´Das kann dann weg!´ ist so ziemlich der am häufigsten gehörte Satz zum abgelaufenen Jahr.

Mir gehts nicht all zu viel anders: ich finde, daß diese Welt speziell in diesem, letzten Jahr sehr viel unsicherer, verrückter, rauer, unüberschaubarer und „unrunder“ geworden ist. Zumindest gefühlt.

Und das hat nicht nur mit so viel weltweitem Terror, Krieg und Zerstörung zu tun, wie ich es zumindest in meiner Wahrnehmung vorher noch nicht erlebt habe, sondern auch mit einer allgemeinen Zunahme an agressivem Verhalten in jeglichen Situationen, einer immer weiter zunehmenden Hektik und Unruhe allerorten. Von politischen Veränderungen im In- und Ausland und deren nicht absehbaren Folgen mal ganz abgesehen.

Und über all dem schwebt eine ungeheure Anzahl gestorbener Personen, von denen man die Meisten oder sogar alle natürlich nicht kannte – zumindest die sogenannten „Prominenten“ nicht. Und trotzdem beschleichen einen da seltsame Gefühle; schließlich „kannte“ ich fast alle Zeit meines Lebens, und dann geht da eben doch jemand Vertrautes, und man merkt daran nebenbei auch, wie die Zeit vergeht.

Was soll ich sagen: der Abgesang auf das Jahr 2016 fällt zumindest mir persönlich nicht schwer, und ich halte es mit der altgedienten Floskel „Es kann nur besser werden“ und gehe einfach mal betont positiv in das neue Jahr.

In diesem Sinne: guten Rutsch, und auf ein gutes neues Jahr.

Willkommen, 2017!

Abschied.

Manchmal hat es mit dem sich nähernden Ende eines Jahres zu tun, manchmal ist es eher spontan, aus einem Gefühl heraus: man denkt immer mal wieder darüber nach, „etwas“ zu verändern, ob alles so nützlich und richtig ist oder überflüssig, zeitraubend… und sogar manchmal falsch?
Mich zumindest befallen in den vergangenen Wochen immer mal wieder diese Anwandlungen, und ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich an ein paar Dingen im Leben mal dringend herumschrauben muss, um etwas Ordnung hineinzubringen.
Nach einem geschäftlich ausserordentlich erfolgreichen, aber auch überaus anstrengendem, persönlich eher durchwachsenen und manchmal völlig unbefriedigendem Jahr gehe ich also ein paar Themen an.
Dazu gehört (wie bei Vielen von euch da draussen, ich weiß das!) auch immer wieder das Sinnieren über den Zweck und Zeiteinsatz für und im sozialen Netzwerkgeflecht. Nun habe ich mich bereits vor Jahren entschieden, mich von diesem völlig überflüssig-belanglosen Facebook zu trennen. Ich habe es übrigens nie auch nur im Entferntesten vermisst.
Bei meinem Lieblingsnetzwerk Twitter fällt es mir ungleich schwerer. Ich kenne einen guten Teil der mit mir kommunizierenden Menschen dort persönlich (warum kommunizieren wir dann eigentlich da??), andere habe ich dort kennengelernt und sie sind mir ans Herz gewachsen. Trotzdem oder sogar deswegen ist man fast ständig dort online, und sei es nur zum Nach- und/oder Mitlesen. Was für eine wahnsinnige Menge Zeit da drauf geht. Wenn auch nicht völlig sinnlos, zumindest gefühlt nicht.
Jetzt hatte auch auch fast Jede/r schon mal seine persönliche kleine oder grosse Auszeit genommen. Und war dann doch nach meist sehr kurzer Zeit wieder präsent.
Ich hingegen habe jetzt beschlossen, mich zu verabschieden.
Ich habe überlegt, den Account zu löschen. Wäre ja konsequent. Und habe mich dann dagegen entschieden. Es gibt da einige Personen, mit denen ich nur „dort“ Kontakt habe, und es ist nicht mein Ansinnen, die Möglichkeit des Kontakthaltens per DM abzuschneiden. Darüber hinaus finde ich es durchaus reizvoll, mir die Möglichkeit offenzuhalten, später noch mal nachzulesen, was man da all´ die Jahre verzapft hat… und ja, letztlich bin ich inkonsequent und halte mir die Hintertür für eine Rückkehr sicherlich offen. Auch, wenn ich das derzeit so gar nicht beabsichtige. Irgendwann. Oder eben nie.
Aber eine Sache gibt es, mit der ich mich beruhige: die eigenen Erfahrungen zeigen, daß die alte Weisheit, man sähe sich ja ohnehin immer mindestens zwei Mal im Leben, bisher bewahrheitet hat.
Ich werde das Eine oder Andere trotzdem vermissen. Aber wer auf meinem Blog ab und an vorbeischaut, verliert mich ja eh´ nicht.
Insofern: auf bald.

Lebenszeichen & Herr Bock.

Da bin ich mal wieder.

Es ist nun mal so, daß es manchmal nichts zu schreiben gibt. Oder besser: man nichts schreiben möchte – weil andere über das, was man auch im Kopf hat, schon etwas und das auch noch besser geschrieben haben. Oder weil ich einfach keine Lust habe.

Jetzt sitze ich hier in der Firma, mal wieder auf einen Freitag etwas später, und kann ohnehin nicht weg, weil (auch mal wieder) die fu**ing EDV erneuert wird. Irgendwas ist ja immer.

Und dann gibt es auch etwas, was mich diese Woche beeindruckt hat, und das will ich doch zumindest kurz loswerden:

Ich durfte am Mittwoch bei einer Lesestunde als Gast zugegen sein. Im Café Lohengrin in Hannover. Übrigens ein schöner Ort, mit Kleinkunstbühne und so, auf jeden Fall nette Atmosphäre. Dort habe ich nach langer Zeit des Auf-Twitter-Lesens endlich den Herrn @verbockt, im bürgerlichen Leben Herrn Bock kennengelernt. Und was er auf seiner Lesereise (heute ist er in Leipzig unterwegs) da zum Besten gegeben hat, war schon sehr beeindruckend:

In erstaunlicher, fast „radikaler“ Offenheit hat er von sich und seiner Krankheit, nämlich Depression gesprochen. Das war neben seiner unverblümten, authentischen Art, davon zu berichten, vor allem mir als nicht-Betroffenen ein kluger, tiefer und teils auch durchaus schockierender Einblick in das Leben trotz und/oder mit dieser Krankheit, die man ehrlicherweise gern nicht oder wenn doch, dann sicher oft vollkommen falsch wahrnimmt.

Ich will hier gar nicht so viel „verraten“, aber kann nur Eines sagen: wer echtes Interesse hat und dazu den überaus schätzenswerten Herrn Bock kennenlernen möchte, sollte sich die nächste Gelegenheit nicht entgehen lassen. Bis dahin kann ich auch den Blog empfehlen: unter verbockt.com kann man vieles lesen, sehen, „verstehen“…

In diesem Sinne: aufs nächste Wiedersehen, Herr Bock. Auf sicher!